Top-Trinkwasser für Tulln

Bild: Ressourcenschonendes Blumengießen

Strahlender Sonnenschein, glühende Hitze und Trockenheit - an heißen Sommertagen steigt der Wasserverbrauch in der NÖ Bezirksstadt Tulln um ein gutes Drittel. Dank Top-Wasserqualität, optimaler Trinkwasserversorgung und -kontrolle braucht man sich in der Stadt an der Donau keine Sorgen um eine erfrischende Abkühlung zu machen.

Früher hatte Tulln, das von großen landwirtschaftlichen Flächen umgeben ist, mit seiner Trinkwasserqualität zu kämpfen. Heute hat die Stadt an der Donau eine Top-Wasserqualität. Mit 45 mgr Magnesium enthält es genauso viel des für den Menschen wertvollen Mineralstoffs wie gängige Mineralwässer (40 - 50 mgr). Der Nitratgehalt liegt mit 7,5 mgr weit unter dem gesetzlichen Grenzwert von 50 mgr. Und die Härtegrade konnten seit dem Jahr 2002 u.a. durch die Erschließung eines 2. Brunnenfeldes nördlich der Donau und durch die Einspeisung von unberührtem Auwasser von 40 dH° auf 23 dH° reduziert werden. Qualität, die Tullns BürgerInnen und Gäste nicht nur jetzt, in den heißen Sommermonaten, zu schätzen wissen.

Mineralwasserqualität, optimale Trinkwasserkontrolle
Karl Mayr, Stadtrat für Wasserwirtschaft: "Wir haben in den letzten 15 Jahren viel in unsere Trinkwasserversorgung investiert. Mit der Umsetzung des international anerkannten Tullner Wasser-Sicherheitsplans kann jetzt jeder Tropfen von der Quelle bis zum Zapfhahn nachverfolgt, alle qualitäts-sensiblen Punkte überwacht und gesteuert werden. Das ist in der EU einzigartig! Demnächst startet eine interkommunale Zusammenarbeit mit der nahegelegenen Gemeinde Tulbing. Tullns Wasser mit bester Qualität wird ab 2011 auch in das Wasserleitungsnetz der nahegelegenen Gemeinde eingespeist."

Zwischen 1999 und 2008 investierte die Stadtgemeinde über 20 Millionen Euro in das Wasser- und Kanalsystem. Bereits drei Mal wurde Tulln zu EU-weiten Präsentationen eingeladen, um den Wasser-Sicherheitsplan als Best-Practice-Beispiel der Trinkwasserkontrolle vorzustellen. Im Herbst kommen ca. 250 Trinkwasser-Experten aus ganz Österreich nach Tulln, um im Rahmen einer Tagung unter anderem mehr über Tullns vorbildliche Wasserversorgung und -qualität zu erfahren.

Tullner Wasserwerke
Die qualitativ besonders hochwertige Wasserversorgung der Stadt Tulln erfolgt über eine eigene Wasserversorgungsanlage mit zwei Wasserwerken und drei Brunnenfeldern. Die Versorgung erfolgt ausschließlich mit Grundwasser. Nördlich der Donau besteht der Grundwasservorrat aus dem so genannten Grundwasserbegleitstrom. Dieser fließt parallel zur Donau im eiszeitlichen Schotterkörper, der zuverlässig als erster, natürlicher Filter des Wassers dient.

Das Tullner Wasserwerk fördert jedes Jahr rund 1,5 Millionen Kubikmeter Wasser. Die durchschnittliche Tagesförderung liegt bei 4.500 m³. Die Länge der Transportleitungen beträgt 140 km, zusätzlich zu den 80 km Versorgungs- und Anschlussleitungen. Insgesamt werden über 4.000 Hausanschlüsse ca. 15.600 ständige Einwohner versorgt. Hinzu kommt noch die Wasserversorgung des Fliegerhorstes Langenlebarn mit mehr als 2.000 Personen.

Zahlen & Fakten

Trinkwasserverbrauch
Wetterbedingt steigt der Trinkwasserverbrauch in den heißen Sommermonaten. Der durchschnittliche Verbrauch in der Stadtgemeinde Tulln war:

-im Mai 2010: 3.451 m³/Tag (total für 31 Tage: 106.988 m³)
-im Juni 2010: 3.832 m³/Tag (total für 30 Tage: 114.953 m³)
-im Juli 2010: 4.659 m³/Tag (total für 31 Tage: 144.425 m³)

Tullns Maßnahmen zur Verbesserung der Trinkwasserqualität
-Verlagerung des 90 ha großen Brunnenschutzgebietes inkl. Anlagen weg von Siedlungen und landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen hinein in die Au
-UV-Entkeimungsanlagen desinfizieren das Wasser (statt wie anders üblich Chlorbehandlungen).
-Dem Tullner Wasser wird Sauerstoff beigemengt. Dadurch spalten sich Schadstoffe wie Eisen und Mangan auf und können über Sandfilter dem Wasser entnommen werden.
     

zurück

drucken


zurück   drucken