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Bevölkerungswachstum: Tulln steigt auf die Bremse

Bild: Bausperre für Großbauten

In den letzten 14 Jahren ist die Gesamtbevölkerung der Bezirkshauptstadt Tulln von 14.795 auf 18.064 (+ 22 %) gestiegen. Damit Tulln Heimat bleibt und die sympathische Kleinstadt-Lebensqualität nicht verloren geht, wurde in der Gemeinderatssitzung vom 2. Juni eine einjährige Bausperre für Großbauten in Straßen, die von Ein- und Zweifamilienhäusern geprägt sind, beschlossen. Bereits seit 2009 gibt es keine neuen Umwidmungen in Wohnbauland für großvolumige Bauten.

Die Garten- und Kunststadt Tulln an der Donau zieht die Wachstumsbremse. Architektin DI Anita Mayerhofer, die die Stadtgemeinde Tulln berät, skizziert den Trend folgendermaßen: "Vor allem im Wiener Umland sind die Bauträger immer wieder versucht, in Wohnhaus- und Villenvierteln unter Ausreizung der gesetzlich zulässigen Verbauung dichtere Bauformen umzusetzen." Hohe Grundstückspreise führen zu verdichteter Bebauung, diese wiederum zu zusätzlichem Verkehr, Beeinträchtigung des Orts- und Landschaftsbildes, gegenseitigen Störungen und unzureichender Infrastruktur. Am Montag, 2. Juni 2014, wurde deshalb im Gemeinderat eine - auf ein Jahr befristete - Bausperre beschlossen. Für Bürgermeister Mag. Peter Eisenschenk ist das ein wichtiges Zukunftsthema in der Stadtentwicklung: "Ich habe im Vorfeld der Sitzung Gespräche mit Vertretern aller Fraktionen geführt. Es geht hier nicht nur um das Erscheinungsbild der Stadt, sondern um die Lebensqualität der Menschen." Die Bausperre gilt für die Widmung Bauland-Wohngebiet.

Langsamer wachsen und leistbarer Wohnraum für Junge
Die einjährige Bausperre für Großbauten (mit mehr als drei Wohneinheiten) in Wohngebieten, die durch Ein- und Zweifamilienhäusern geprägt sind, soll genutzt werden, "um - gemeinsam mit allen im Gemeinderat vertretenen Parteien - eine sinnvolle Bebauungsstrategie für unsere Stadtgemeinde zu erarbeiten", so Bürgermeister Eisenschenk, der die Marschrichtung diesbezüglich klar vorgibt. "Im Zuge dieser Überlegungen werden wir auch Modelle finden müssen, wie wir gezielt jungen TullnerInnen, die hier aufgewachsen sind, Wohnraum anbieten können. Dazu braucht es klare Regeln. Nur durch neue Baugebiete wird das Problem nicht zu lösen sein, denn rund acht von zehn neue Wohnungen gehen derzeit an zuziehende Neo-TullnerInnen."

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