Fotocredit: © Stadtgemeinde Tulln, Robert Herbst

Corona: Stadt gewährt Abgabenerleichterungen, Infrastrukturelle Leistungen abgesichert

In einer Corona-Lagebesprechung unter der Leitung von Bürgermeister Peter Eisenschenk kamen heute, 14. März, der gesamte Stadtrat, die Führungsebene der Stadtverwaltung und Stadtarzt Dr. Franz Bichler im Rathaus zusammen. Es wurden die aktuelle Lage in der Stadtgemeinde Tulln besprochen, Szenarien und Zusammenhänge analysiert und Maßnahmen eingeleitet. Dazu zählen u.a. die Aufteilung des Personals, sodass die Versorgung der Bevölkerung in den verschiedensten Bereichen – allen voran Wasserversorgung und Abwasserentsorgung – garantiert gesichert sind, sowie die Stundung von Gemeindeabgaben zur finanziellen Unterstützung von Unternehmen und ggf. in Not geratenden Privatpersonen.

Die Lagebesprechung im Gemeinderatssitzungssaal am 14. März war ein weiterer Schritt der Krise zu begegnen. Es fand eine Bestandsaufnahme in sämtlichen die Gemeinde betreffenden Bereichen statt – von Pflege, Betreuung und Schulen über Infrastruktur (Kanal, Wasser) und Wirtschaft bis zur Kommunikation und Koordination der Hilfsangebote von und für BürgerInnen unter dem Schirm der „Stadt des Miteinanders“. Für alle Bereiche wurden sowohl die aktuellen Maßnahmen der Stadtgemeinde erläutert, als auch mittel- oder langfristig notwendig werdende Aktivitäten vorbereitet.

Personaleinteilung: Infrastruktur für BürgerInnen sichergestellt
Eine der wichtigsten Maßnahmen war die sofortige Einteilung des Personals der Stadtgemeinde Tulln in verschiedene Teams, sodass der Betrieb im Rathaus, die Versorgung mit Wasser, der Betrieb der Kläranlage, die Müllentsorgung sowie die Leistungen des Bauhofes garantiert gewährleistet werden können: Die MitarbeiterInnen werden in mindestens zwei Teams eingeteilt, die nie gleichzeitig am Arbeitsort sind. Sollte in einem Team tatsächlich ein Corona-Verdachtsfall oder eine Infektion auftreten, kann das andere Team die Arbeit nahtlos übernehmen. Auch am Arbeitsort selbst wird der Kontakt der Mitarbeiter bzw. deren räumliche Nähe so gut wie möglich reduziert, um die Wahrscheinlichkeit einer etwaigen Ansteckung zu minimieren.

Abgaben-Stundung für Unternehmen und Privatpersonen
Als erste konkrete Maßnahme verständigte man sich auf finanzielle Hilfen. Bürgermeister Peter Eisenschenk dazu: „Die Wirtschaft steht vor einer massiven Belastung, deren tatsächliches Ausmaß wir nicht annähernd abschätzen können. Wir müssen die Liquidität der Unternehmen unbedingt stärken. Deshalb werden wir in Tulln ansässigen Betrieben sämtliche Gemeindeabgaben auf Antrag ohne Verzinsung stunden. Dasselbe gilt für Privatpersonen, die durch die Corona-Krise in persönliche finanzielle Not geraten.“

Weitere Maßnahmen der Stadtgemeinde werden im Laufe der kommenden Tage bekanntgegeben. „Ich bedanke mich bei den Vertretern aller Tullner Parteien für die gute Zusammenarbeit und bin überzeugt, dass wir diese Krise gemeinsam schaffen werden“, so Bürgermeister Eisenschenk.