Fotocredit: © Stadtgemeinde Tulln, Robert Herbst

Covid-19: Unterstützung für Bürger, Wirtschaft und Vereine beschlossen

Der wochenlange COVID-19-Lockdown hat jeden einzelnen individuell getroffen und die Nachwehen werden noch lange spürbar sein. Der Gemeinderat der Stadtgemeinde Tulln hat daher in der Sitzung vom 29. Juli Maßnahmenpakete für Privatpersonen, ansässige Unternehmen und Vereine beschlossen.

„Als Gemeinderat und Verwaltung der Stadt Tulln hatten wir gerade in den letzten Wochen besonders die Aufgabe, zu wissen wo Hilfe benötigt wird. Wir haben daher Unterstützungsmöglichkeiten für verschiedenste Lebensbereiche erarbeitet – überall da, wo es unser Einflussbereich zulässt“, erklärt Bürgermeister Mag. Peter Eisenschenk.

1) Maßnahmenpaket für BürgerInnen

MitbürgerInnen, die durch die Corona-Krise in finanzielle Not geraten sind, werden von der Stadtgemeinde Tulln unterstützt: Betroffene haben die Möglichkeit, Kontakt mit Sozial-Stadträtin Elfriede Pfeiffer aufzunehmen (Terminvereinbarung: Tel. 02272 / 690 125). Antrag und mögliche Hilfeleistungen durch die Stadtgemeinde werden daraufhin individuell besprochen. Neben dieser direkten Abstimmung für betroffene Fälle wurden vom Gemeinderat weiters drei Maßnahmen beschlossen:

  • Inhaber der Tullner Socialcard erhalten einmalig € 30,- in Tullner Zehnern.
  • geleistete Kinderbetreuungsgebühren für Nachmittagsbetreuung in den Kindergärten und Volksschulen von März bis Juni 2020 können reduziert werden, wenn eine coronabedingte Notlage begründet werden kann.
  • Monatsmieten von Gemeindewohnungen der Stadtgemeinde Tulln können für die Monate März bis Juni 2020 reduziert werden, wenn eine coronabedingte Notlage begründet werden kann. Anträge dafür sind bis spätestens 31. Juli möglich.

Informationen zu diesen Unterstützungsmaßnahmen bietet die Abteilung Bildung, Gesundheit und Soziales unter Tel. 02272 / 690 125 sowie Sozial-Stadträtin Elfriede Pfeiffer. Die eingebrachten Anträge werden anschließend durch den Ausschuss für Soziales, Wohnen und Friedhöfe geprüft und die Auszahlung aufgrund der Empfehlung des Ausschusses durch den Bürgermeister vorgenommen.

Sozial-Stadträtin Elfriede Pfeiffer: „Gerade in der Zeit der Unsicherheit braucht es das Gefühl, eine intakte Verbindung zu seinem sozialen Umfeld zu haben, dazu zählt auch die Gemeinde. Diese Rolle einer Institution, die in Notsituationen zur Stelle ist, versuchen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten so gut wie möglich einzunehmen.“

 

2) Maßnahmenpaket für Unternehmen

Für Unternehmen bedeutete der Corona-Lockdown wochenlange Umsatzeinbußen bis hin zu totalen Umsatzausfällen, deren Nachwirkungen sie noch lange spüren werden. Dort wo es möglich ist, bietet die Stadt den ansässigen Unternehmen finanzielle Unterstützung, wenn sie aufgrund der Corona-Krise in finanzielle Engpässe geraten sind:

  • Stundung der Gemeindeabgaben
  • Möglichkeit zur Vergrößerung der Schanigärten auf öffentlichem Grund
  • NEU auf Beschluss des Gemeinderates vom 29. Juni: Verzicht auf Gebühren für Schanigärten und Warenausstellung für das gesamte Jahr 2020

Abgesehen davon setzt die Stadt auf zwei Ansatzpunkte in den Unterstützungsmaßnahmen:

1) Aufenthaltsqualität in der Stadt: Je attraktiver die Stadt als Gesamtheit ist, desto mehr und längere Zeit verbringen Menschen hier – und nutzen dabei die Angebote der Wirtschaft. Dazu zählen u.a. attraktive Grüngestaltung und Orte des Miteinanders im öffentlichen Raum.

2) Übergeordnete Bewerbung und Marketing: Die Stadt präsentiert Tulln als Gesamterlebnis, das einen Besuch lohnt – z.B. mit gezielten Aktionen und Gewinnspielen in den sozialen Medien sowie der überregionalen Gartenstadt-Werbekampagne. In der Sitzung des Gemeinderates vom 29. Mai wurde weiters eine -10%-Aktion für den „Tullner Zehner“ beschlossen:

Aktion „Tullner Zehner“:
10 Münzen bekommen, nur 9 Münzen bezahlen

Bis zum Ende des Jahres gibt es beim Kauf von „Tullner Zehner“-Einkaufsmünzen im Bürgerservice des Rathauses -10% Rabatt – also z.B. 90 Euro zahlen, 100 Euro in Tullner Zehnern bekommen. Dadurch sollen noch mehr Menschen zum Einkaufen im Ort angeregt werden. Festgelegt ist eine Maximalmenge von einmalig 50 Stück Tullner Zehnern pro Person.

Mehr Infos zu den teilnehmenden Betrieben sowie ein Anmeldeformular für Unternehmen, die noch keine Tullner Zehner annehmen, gibt es auf www.tulln.at/tullnerzehner.

Wirtschaftsstadtrat Mag. Lucas Sobotka: „In dieser Situation ist es notwendig, zusammen zu stehen und alles zu machen, was die Unternehmerinnen und Unternehmer unterstützt – denn eine starke Wirtschaft ist der Motor für eine lebendige, dynamische Stadt.“

3) Maßnahmenpaket für Vereine


Auch die heimischen Vereine leiden sehr an den Nachwehen der Corona-Krise. In Austausch mit der  Vereinslandschaft wurden daher konkrete Unterstützungsleistungen erarbeitet, die den Vereinen im Rahmen des nächsten Vereinsstammtisches am 2. Juli vorgestellt werden. Zentrale Stellhebel sind z.B. mehr Zeiten in Hallen, Veranstaltungsräumen und auf Sportplätzen, aber auch finanzielle Unterstützung.

Wolfgang Mayrhofer, Vizebürgermeister und Stadtrat für Vereine, Sport und Jugend: „Wir halten laufend Kontakt, um Unterstützungsleistungen zu definieren und möglich zu machen, die den Vereinen zielgerichtet und individuell helfen. Gerade jetzt zeigt sich, wie wichtig unsere langjährige Strategie ist: Miteinander sind wir stärker.“