Fotocredit: © Stadtgemeinde Tulln, Robert Herbst

Stadtgeschichte erleben - mit der VIRTULLEUM-App ab 3. Oktober

Das VIRTULLEUM verbindet das Beste aus 2 Entdecker-Welten – sie verknüpft das Digitale mit dem Analogen, das Historische mit dem Modernen. Via App (ab 3. 10. 2019 als Gratis-Download für iOS & Android) eröffnet sich ein innovatives Zusammenspiel zwischen Stadtmuseum Tulln, Objekten und Orten: Mittels analogen oder digitalen Geschichtswürfeln werden spielerisch 30 historisch wertvolle Objekte aus 5 Epochen mit 30 spannenden Orten in der Stadt Tulln verknüpft und Geschichte(n) darüber erzählt. Jede Stadt-Expedition ist einzigartig und wird mit 314 Fotos, über 60 Videos und Zeitzeugen-Interviews, 8 Augmented-Reality-Elementen, 4 3D-Rekonstruktionen und 7 spielerischen Teilen (Quizze, Rubbelspiele) zum Erlebnis. Diese für die Gegenwart wie Zukunft inspirierende Form der Geschichtsvermittlung ist in Österreich einzigartig.

Schon allein beim Wort ‚Stadtgeschichte‘ formt sich in Ihrem Kopf ein einziger Gedanke: langweilig!? Dass Stadtgeschichte spannend, lebendig und für die Gegenwart wie die Zukunft inspirierend ist, zeigt die NÖ Bezirksstadt Tulln: Die neue VIRTULLEUM-App bietet ein außergewöhnliches Zusammenspiel zwischen Stadtmuseum Tulln, Objekten und Orten auf innovative Art und Weise. Bereit für diese außergewöhnliche Stadtexpedition?

Die kostenlose App (ab 3. Oktober als Gratis-Download für iOS und Android verfügbar) macht es möglich: Sie erzählt anhand von 30 ausgewählten Orten sowie 30 Objekten aus fünf historischen Epochen, z.B. einer römischen Maurerkelle oder einer frühmittelalterlichen Gewandspange, die inspirierende Tullner Stadt-geschichte neu. Steigen Sie über das Smartphone bei einer Station über die Virtulleum-App ein, wenn Sie gerade in Tulln unterwegs sind. Oder lassen Sie spielerisch das Schicksal der Würfel entscheiden – auch bequem zu Hause auf der Couch. Die ‚erwürfelten‘ Stationen sind in der App dann interaktiv zu erleben – ebenso wie alle anderen 25 Stationen.

Geschichte(n) neu erleben
Die Geschichten einer Stadt lassen sich am besten in der Stadt selbst erzählen: Die 30 Stationen bzw. die gewürfelte Tour verknüpfen geschickt die virtuelle mit der realen Welt. Mittels Stadtplan auf GPS-Basis oder auf Papier werden die Besucherinnen und Besucher des Virtulleums geführt. Oder können die Stationen auch zu Hause auf der Couch erleben. So erzählt das Hochrad beispielsweise die Geschichte, wie Tulln in Zeiten des wirtschaftlichen Wachstums zur Rad-Stadt wurde. Und das Video des historischen Blumenkorsos führt eindrucksvoll vor Augen, dass die Entwicklung von Tulln zur Gartenstadt eine jahrzehntelange Tradition hat. Vor Ort sind die jeweiligen Stationen nummeriert und gekennzeichnet. Detaillierte Informationen zum jeweiligen Ort wie erhalten die BesucherInnen dieser neuartigen Stadtexpedition via App.

Das Beste aus 2 Welten
„Das Virtulleum ist mit dieser Form der Geschichtsvermittlung in Österreich einzigartig. Durch das perfekte Zusammenspiel verbinden wir hier das Beste aus 2 Welten. Schon der Name Virtulleum beinhaltet diese Begriffe: ‚virtuell‘, ‚Tulln‘ und ‚Museum‘. Denn in Zeiten der Digitalisierung ticken auch die Uhren in Museen anders. Vor allem junge BesucherInnen wollen die Objekte selbst ent-decken und dabei spielerisch etwas über deren Geschichte erfahren“, erklärt Kultur-Gemeinderat Peter Höckner und ergänzt: „Als Schulstadt liegen uns die Themen Bildung und Wissensvermittlung besonders am Herzen. Daher wollen wir unsere abwechslungsreiche Stadtgeschichte auf diese innovative Weise und mit digitalen Hilfsmitteln am Puls der Zeit erzählen, um alle TullnerInnen und BesucherInnen für unsere schöne Stadt zu begeistern. Für LehrerInnen und SchülerInnen entsteht mit dem neuen Virtulleum eine attraktive Möglichkeit, die Geschichte(n) der Stadt spannend zu vermitteln, zu erleben und zu spüren.“
Das Virtulleum bindet bewusst auch die realen Museen der Stadt Tulln ein: Römermuseum, Schiele-Geburtshaus und Zuckermuseum. Kuratiert wurden die 30 Objekte aus der Stadtgeschichte, die mit historisch interessanten Orten in der Stadt verknüpft sind, von 20 ExpertInnen aus unterschiedlichen Fachbereichen. Am Ausgangspunkt im Stadtmuseum Tulln (im Marc Aurel Park 1b) können Besucher-Innen auch auf dem Boden des historischen Römerlagers reale Objekte im Schauraum erleben.

Zwischen historischen Panorama-Aufnahmen & Augmented Reality
Im Virtulleum werden Museumsobjekte aus einer unkonventionellen Sicht betrachtet: nach ihrer Vergänglichkeit. Denn je nach Material können Exponate zerbrechen, verwittern, ‚unsichtbar‘ oder von Motten gefressen werden. „Dadurch wird ihre Kostbarkeit betont, denn es ist nicht selbst-verständlich, dass sie die Wirren der Geschichte unbeschadet überlebt haben und daher heute wichtige Exponate sind. Der jüdische Friedhof wurde zum Beispiel ein Opfer der Nazis. Im Virtulleum findet dieser wieder seinen Platz in unserer Stadtgeschichte“, so Christoph Helfer, Direktor des Stadtmuseums Tulln.  
Im Virtulleum wird die Tullner Stadtgeschichte auf zwei unterschiedlichen Arten vermittelt: Analog mittels Originalobjekten im Schauraum und digital via App. So können BesucherInnen zum Beispiel die Klinge einer Spatha (zweischneidiges Schwert) im Museum bewundern und in der App die 3D-Rekonstruktion des alten Römerlagers entdecken.

Die Gegenwart wird zur Geschichte der Zukunft
Die App beschäftigt sich auch ganz bewusst mit der Frage: Was wird in der Zukunft über die Stadt erzählt? Dazu wurden Tullner Schülerinnen und Schüler unterschiedlichen Alters gefragt, was sie Menschen, die hier in 200 Jahren leben werden, aus der Gegenwart mitgeben wollen: Welche Objekte wollen sie unbedingt aufbewahren, welche Orte in Tulln sind für sie wichtig und warum ist das so? Ein wichtiger Ort ist die Donaulände, wo SchülerInnen heute Freunde treffen. Ein Video mit dem Interview eines Zeitzeugen zeigt die spannende Neugestaltung der Donaulände in den 80er Jahren inklusive Brunnenbau. Peter Höckner: „Den BewohnerInnen soll damit bewusst gemacht werden, dass Tulln und die damit verbundene Geschichte, ein ‚lebendiges‘ Wesen ist und dass die Gegenwart schon heute die Geschichte von morgen ist.“

www.virtulleum.at


Das Stadtmuseum Tulln hat bereits eine lange Tradition. Schon um das Jahr 1840 bemühten sich traditionsbewusste Tullner Bürger, ein Museum einzurichten. 1928, durch den Impuls einer Ausgrabung römischer Bestattungen beim Bau des Lagerhauses, kam es zur Konstituierung eines Museumsvereins. Der Zeit entsprechend, ist die Herangehensweise heute auch eine virtuelle.


Dieses Projekt wurde gefördert von:

  • Land Niederösterreich (Abteilung Kunst und Kultur)
  • Land Niederösterreich und Europäische Union (LEADER)
  • Um Förderung aus Mitteln der NÖ Stadterneuerung wird angesucht.