Tullner Donaulände gewinnt „European Award for Ecological Gardening“

Die attraktive gärtnerische Gestaltung der Tullner Donaulände hat die internationale Jury überzeugt: Tullns schönster gemeinsamer Garten hat im Wettbewerb „European Award for Ecological Gardening“ in der Kategorie „Kommunales Grün“ den ersten Platz erzielt – die Gewinner der beiden anderen Kategorien kommen aus Basel und London. Der Wettbewerb wurde von der „European Garden Association – Natur im Garten International“ ausgeschrieben, bewertet wurden insgesamt 68 Einreichungen aus 10 Ländern.


Seit dem Jahr 2016 wurde die gesamte Tullner Donaulände im Stadtgebiet Schritt für Schritt und anhand eines Gesamtkonzeptes neu modelliert und gestaltet – als wesentlicher Bestandteil der Positionierung Tullns als die Gartenhauptstadt des Landes sowie als weitere Optimierung der Lebens- und Freizeitqualität für Bevölkerung und Gäste. Für diese umfassende Attraktivierung (konkrete Maßnahmen siehe Absatz „Umgestaltung der Donaulände) wurde die Stadtgemeinde Tulln gemeinsam mit dem beauftragten Planungsbüro grünplan Landschaftsarchitekten nun mit dem ersten Platz des „European Award for Ecological Gardening“ in der Kategorie „Kommunales Grün – ökologisch gestaltet und gepflegt“ ausgezeichnet.


„Die Donaulände ist ein beliebter und belebter Ort des Miteinanders mit Wohlfühlfaktor und gleichzeitig der schönste gemeinsame Garten der Gartenstadt Tulln geworden. Wir freuen uns sehr, dass unsere Bemühungen und Investitionen nun sogar international ausgezeichnet wurden“, so Bürgermeister Mag. Peter Eisenschenk.


Internationale Auszeichnung für Tullns Stadtgrün
Tulln ist unter den Preisträgern in bester internationaler Gesellschaft: Die Gewinner der Kategorien „Nutzerfreundliche Grünflächen und Gartenprojekte von Gastronomie/Hotellerie & Gewerbebetriebe“ und „Urban Gardening – kreatives Gärtnern in der Stadt“ kommen aus der Kaiseraugst (Schweiz, nahe Basel) und London (UK).


„Das Teilnehmerfeld und die Preisträger im Wettbewerb waren hochkarätig. In Bereich „Kommunales Grün“ ist die Gartenstadt Tulln definitiv eine Vorreiterstadt: Es heißt immer, jeder muss einmal im Leben in Mekka gewesen sein – ich sage immer, Gartenfreunde müssen mindestens einmal die Gartenstadt Tulln besucht haben“, so Christa Ringkamp, geschäftsführende Präsidentin „European Garden Association – Natur im Garten International“ bei der Preisverleihung am 19. November 2019.


Ökologisches Vorzeigeprojekt mit professioneller Begleitung
Die internationale Fachjury unter der Leitung von ORF Bio-Gärtner Karl Ploberger bewertete die Einreichungen u.a. nach den Kriterien „Respekt vor Natur und Biodiversität“, „Ökologische Pflege und Pflanzenauswahl“, „Umsetzung innovativer und nachhaltiger Ideen“ und „Soziale Aspekte mit Vorbildcharakter“. In der Kategorie „Kommunales Grün“ setzte sich die Donaulände gegen neun weitere Projekte aus Österreich und Deutschland durch.


Ing. Werner Sellinger, grünplan Landschaftsarchitekten: „Wir freuen uns sehr, dass wir dieses Projekt der Gartenstadt Tulln umsetzen konnten. In der Planung war es unser Ziel, die Begegnung von Mensch und Natur kreativ und nachhaltig zu fördern – und ich denke, die rege Nutzung der Donaulände zeigt, dass das gut gelungen ist.“


Umgestaltung der Donaulände
Die Donaulände wurde in mehreren Etappen zwischen 2016 und 2019 anhand eines durchdachten Gesamtkonzeptes umgestaltet. Entstanden sind verschiedene Sitzgelegenheiten inmitten ansprechender naturnaher Gartengestaltung mit schattenspendenden Bäumen, eine Wassertreppe zur Donau sowie viel freier Raum zum Picknicken, Spielen und Verweilen. Insgesamt wurden 19.300 klimafreundliche, standortangepasste Stauden und Gräser gepflanzt. Mit variablen Blütenaspekten ernähren sie über die gesamte Vegetationsperiode zahllose Insekten und visualisieren natürliche Prozesse und jahreszeitliche Veränderungen. Wildtiere finden hier in unmittelbarer Nähe der Innenstadt Brut- und Rückzugsgebiete. Beim Gästehafen wurde eine vielfältig bespielbare Fläche sowie eine Blumentreppe mit Sitz- und Liegegelegenheiten geschaffen. Von hier aus werden die Gäste Tullns – insbesondere Touristen am int. Donauradweg – mit innovativen Gestaltungselementen über den Klosterweg weiter ins Stadtzentrum eingeladen.