Fotocredit: © Stadtgemeinde Tulln, Robert Herbst

230 WissenschafterInnen aus 32 Nationen in Tulln zu Gast

Dass Tulln ein idealer Kongress-Standort ist, zeigte zuletzt von 8. bis 11. April eine Tagung der Universität für Bodenkultur Wien: Die insgesamt 230 WissenschafterInnen aus fünf Kontinenten waren begeistert vom Minoritenkloster als Tagungsort, der Unterbringung in den nahe gelegenen Hotels, den ansässigen Restaurants und dem attraktiven Gesamtangebot der Garten- und Wissenschaftsstadt Tulln.

Vom 8.-11. April haben sich beim EFS14 (European Fusarium Seminar) in Tulln 230 WissenschafterInnen aus 32 Ländern von Kanada bis Japan getroffen, um ihre Forschungsarbeiten zum Thema „Fusarium“ vorzustellen und mit international renommierten KollegInnen aus Universitäten, Industrie und anderen Forschungsinstituten zu diskutieren.  Unter dem Namen „Fusarium“ wird eine große Gruppe von Schimmelpilzen zusammengefasst, die fast alle Nutzpflanzen weltweit befallen und deren Beforschung daher von nachhaltiger Bedeutung für die weltweite Lebensmittelproduktion ist.

Hochattraktiver Tagungsstandort Tulln
„Der Besuch und vor allem die ausschließlich positive Resonanz der WissenschafterInnen aus der ganzen Welt haben gezeigt, wie gut sich Tulln für internationale Tagungen eignet. Die Verbindung von den attraktiven Räumlichkeiten im Minoritenkloster und im Danubium mit den erhöhten Hotel-Kapazitäten und dem ausgezeichneten gastronomischen Angebot ist ein Gesamtpaket, das nachhaltig begeistert und hoffentlich noch viele weitere Tagungen nach Tulln bringen wird“, so Bürgermeister Mag. Peter Eisenschenk. Komplementiert wird die Kongress- Stadt Tulln durch die Räumlichkeiten und den Weltklasse-Gerätepark des Universitäts- und Forschungszentrums Tulln sowie des BOKU-Departments IFA-Tulln.

Inhalte und Austragungsort begeisterten Kongressteilnehmer
Der Kongress, der von Ao. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Gerhard Adam zusammen mit KollegInnen der Universität für Bodenkultur Wien und der Firma Biomin mit Unterstützung der Österreichischen Gesellschaft für Molekulare Biowissenschaften und Biotechnologie (ÖGMBT) organisiert wurde, deckte verschiedene Aspekte der Fusarienproblematik ab, von der Grundlagenforschung über Pflanzenzüchtung bis zur Vermeidung und Vorhersage von Fusarienepidemien, aber auch die Entgiftung von Fusarientoxinen.
Prof. Gerhard Adam: „Kongresse wie dieser ermöglichen den internationalen Austausch mit ExpertInnen aus allen Teilen der Welt – und es war natürlich eine große Freude, so viele renommierte KollegInnen hier zu uns nach Tulln einladen zu können.“

Fusarium-Kompetenzzentrum am Campus Tulln Technopol
Unter dem Begriff „Fusarium“ wird eine große Gruppe von Schimmelpilzen zusammengefasst, die Nutzpflanzen auf der ganzen Welt befallen – angefangen bei Getreide, wie Weizen, Gerste und Mais bis zu Dattelpalmen, Tomaten und Bananen, um nur die wichtigsten zu nennen. Der Pilzbefall verursacht zum Teil verheerende Ernteausfälle und Verunreinigungen mit Pilzgiften (sogenannten Mykotoxinen), die sowohl in Nahrungs- als auch Futtermittel gelangen können und für Menschen und Tiere gleichermaßen gefährlich sind.
Am Campus Tulln Technopol befindet sich einer der weltweit größten Standorte, an denen die Fusarienproblemtik in allen ihren Facetten untersucht wird. Über 100 WissenschafterInnen bearbeiten diese Themen in mehreren Instituten der Universität für Bodenkultur Wien und Industrie (Biomin, Romerlabs). So sind am UFT sowie am BOKU-Department IFA-Tulln u.a. ein vom Wissenschaftsfonds FWF geförderter Spezialforschungsbereich zum Thema FUSARIUM sowie das von der EU geförderte Projekt MyToolBox in Tulln angesiedelt. Die beiden Projekte wurden mit einem Gesamtbudget von über 13 Mio. Euro dotiert, um Grundlagen- und angewandte Forschung zur Reduktion von Schimmelpilzen und deren Giften in Lebens- und Futtermitteln zu ermöglichen.