> Aktuelles > News 
News

Gartenstadt Tulln bereitet Obst-Waldgärten vor

Bild: aa_bienenpatenschaft.gif

Wenn man im Tullner Wasserpark spaziert, wird man in Zukunft auch gemütlich Halt machen können, um bei Bäumen und Sträuchern Obst zu naschen: Bei der Seerosenbrücke und bei der Badhauswiese entstehen bis 2015 "Obst-Waldgärten" mit heimischen Obst-Gehölzen. Entlang der kleinen Tulln werden ebenfalls Obstbäume und -sträucher gesetzt. An allen Standorten soll im Herbst 2014 mit der Pflanzung begonnen werden.

"Die Idee ist großartig: Durch die Obst-Waldgärten werden Teile unseres vielfältigen Grünraums auf eine ganz neue Weise erlebbar", freut sich Bürgermeister Mag. Peter Eisenschenk auf das neue Grünraum-Projekt der Gartenstadt Tulln. Der Vorschlag dazu kam von Dipl.-Ing. Dr. Andreas Spornberger, der hauptberuflich an der Universität für Bodenkultur im Bereich Wein- und Obstbau am Campus Tulln Technopol forscht und arbeitet. Für die Umsetzung an insgesamt drei Standorten in Tulln wird er ehrenamtlich als Berater fungieren.

"Die Pflanzung von Obstgehölzen im öffentlichen Bereich gibt allen die Möglichkeit, gesunde Früchte in der Stadt selber zu ernten und frisch zu verkosten. Es entstehen Orte der Begegnung und Kommunikation. Gleichzeitig sind Obstbäume nicht nur jetzt, wenn sie in voller Blüte stehen, eine Augenweide, und sie stellen für viele Insekten, Vögel und Kleinsäuger zur Verfügung. Ich freue mich daher, dass die Stadtgemeinde meinen Vorschlag aufgegriffen hat und bin gerne bereit, bei dem Projekt mit meinem Fachwissen beratend zur Seite zu stehen - zum Beispiel bei der Auswahl der richtigen Arten und Sorten für die Standorte und bei den Pflegemaßnahmen", so Dipl.-Ing. Dr. Andreas Spornberger.

Obst im Wasserpark und entlang der Kleinen Tulln
Insgesamt sollen an drei Standorten Obst-Gehölze gepflanzt werden, begonnen wird bereits im Herbst. Am Ost-Ufer der Kleinen Tulln werden 30 Obstbäume und 20 -sträucher gesetzt. Für die beiden Obst-Waldgärten im Wasserpark, bei der Badhauswiese und bei der Seerosenbrücke, sind noch einige Vorarbeiten notwendig, mit denen demnächst begonnen wird. Zunächst wird der Boden für die Bepflanzung vorbereitet. Konkret wird durch die Einsaat von z.B. Ackerbohne der Luftstickstoff gebunden und somit eine gute "Starthilfe" für die Neupflanzung geschaffen. Im Herbst werden einzelne Bäume entnommen und neue Obst-Gehölze gepflanzt: Bei der Badhauswiese sind 30 Bäume und 20 Beerensträucher vorgesehen, bei der Seerosenbrücke 20 Bäume und 10 Sträucher. Die Bäume brauchen einige Jahre, bis sie Früchte tragen, die Sträucher bieten allerdings schon bald Gelegenheit, gesund zu naschen.

Nutzbar für viele Veranstaltungen in der Gartenstadt
Die Obst-Waldgärten sollen nicht nur BürgerInnen und Gästen den Spaziergang versüßen, sondern auch das Image als Gartenstadt stärken und eine Vielzahl von Veranstaltungen ermöglichen: Beispielsweise sind Kurse zum richtigen Schnitt von Obstbäumen angedacht und Kinder aus Schulen- und Kindergärten können vor Ort über heimische Obstsorten lernen. Die Stadtgemeinde Tulln investiert für die Bepflanzung der Waldgärten rund € 6.000,-, die anschließenden Pflegekosten belaufen sich insgesamt auf rd. € 1.000,- pro Jahr. Fördermöglichkeiten für das Projekt werden derzeit überprüft.

Bienen für den Wasserpark - Tulln summt!
Als ökologisch und nachhaltig wertvolle Ergänzung für den Waldgarten bei der Seerosenbrücke finden hier auch Bienen ein neues Zuhause: Die Stadtgemeinde Tulln hat eine Patenschaft für einen Bienenstock des Projektes "Bienenpatenschaft" übernommen, der gemeinsam mit sieben weiteren Stöcken bereits jetzt bei der Seerosenbrücke aufgestellt wurde. Die Bienen finden dank der blühenden Pflanzen ausreichend Nektar und tragen einen wichtigen Teil zu einem funktionierenden Ökosystem bei. Außerdem können auch Veranstaltungen rund um das Thema Bienen angeboten werden - zum Beispiel für Kinder und Jugendliche im Rahmen des Tullner Aktivsommers. Das Projekt "Bienenpatenschaft" wurde von dem 12-jährigen Hubertus Mayerhofer aus Neuaigen ins Leben gerufen und soll schon bald breite Unterstützung erhalten, hofft Jungimker Hubertus.
     

zurück

drucken


zurück   drucken