Trinkwassersicherung: 3,2 Mio. Euro für neuen Tiefbehälter

Bild: aa_tiefbehaelterspatenst.gif

Die Stadtgemeinde Tulln tätigt im Zuge des Ausbaues der Wasserversorgung mit der Unterstützung von Landes- und Bundesmitteln die größte Investition in der jüngeren Versorgungsgeschichte: Am Standort des Wasserwerkes 1 in der Staasdorfer Straße entsteht ein Tiefbehälter samt Naturfilteranlage.

Mit 5 Mio. Liter Fassungsvermögen wird der neue Tiefbehälter der größte der dann insgesamt vier Behälter der Stadtgemeinde Tulln werden. Nach der Fertigstellung des Großprojekts im Jahr 2020 ist mit 7,5 Mio. Liter stets mehr Trinkwasser vorrätig, als der maximale Tagesbedarf des gesamten Stadtgemeindegebietes - denn insgesamt werden an Spitzentagen rd. 7 Mio. Liter Trinkwasser über Wasserhähne, WC-Spülungen und Haushaltsgeräte entnommen.

Tiefbehälter mit Schleusenhalle

Neben modernster Technik wird das Gebäude des Tiefbehälters auch eine Schleusenhalle umfassen, über die man bei den professionellen Reinigungsarbeiten unkompliziert in die Behälter gelangt. Dieser Bereich wird gleichzeitig als Informationsraum für die rd. 800 SchülerInnen und StudentInnen genutzt werden, die die Tullner Wasserwerke jährlich besuchen. Die Stadtgemeinde Tulln investiert in das Projekt insgesamt ca. 3,2 Mio. Euro (1. Abschnitt: Errichtung Tiefbehälter: 2,1 Mio. Euro).

Laufende Modernisierung seit 1964

Das Wasserwerk 1 in der Staasdorfer Straße wurde bereits 1964 errichtet. Die beiden dortigen Wasserbehälter fassen zusammen zwei Mio. Liter - zum damaligen Zeitpunkt mehr als genug, denn der Wasserbedarf Tullns lag zu dieser Zeit bei lediglich einer Mio. Liter täglich. Seit dem stiegen sowohl Bevölkerungszahl als auch Bedarf laufend an - es erfolgte der Neubau des Wasserwerks 2 nördlich der Donau im Jahr 2002. Nach der Fertigstellung des neuen Behälters werden beim Wasserwerk 1 die beiden bestehenden saniert, die gesamte Elektronik erneuert und eine Naturfilteranlage eingebaut.

Fördern, speichern, einspeisen
Nach der Förderung des hochqualitativen Tullner Trinkwassers aus den drei Brunnenfeldern wird dieses in den Versorgungsbehältern zwischengespeichert und von dort in die Leitungen gespeist. Auf diesem Weg können die Versorgungsspitzen morgens, mittags und abends abgedeckt werden, ohne dass zu diesen Zeitpunkten mehr Wasser gefördert werden muss.

Versorgung auf neuestem Stand der Technik
Die Wasserversorgung in Tulln wird über vier Brunnen gespeist. Das Wasser der zwei Brunnenfelder im Norden Tullns wird im Wasserwerk 2 aufbereitet (Eisen- und Manganfilter, Huminstoffaufbereitung). Mit einem Teil des Wassers werden direkt die nördlichen Katastralgemeinden versorgt. Der Rest wird über zwei Transportleitungen in das Wasserwerk 1 gepumpt und von dort in die Ortsnetze von Tulln, Nitzing, Frauenhofen, Langenlebarn, Staasdorf und Kleinstaasdorf gespeist.


Das Tullner Trinkwasser in Zahlen
- Gesamtfördermenge/Jahr: ca. 1,5 Mio. m³
- an Spitzentagen: rd. 7.000 m³
- Versorgungsdruck: 5 bar
- Wasserhärte: ca. 14° dH (mittelhart, kaum Enthärtungsmaßnahmen notwendig)
- ca. 21.258 versorgte Personen (standardisierte Berechnung der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach, inkl. Übernächtungen, Beschäftigte, Fliegerhorst Langenlebarn, etc.)

Deutsche Härtegrade
Die Wasserhärte ist eines der Qualitätskriterien in der Trinkwasserqualität. In Deutschland und Österreich wird die Härte üblicherweise Grad deutscher Härte (°dH) angegeben.
Je härter Wasser ist, desto stärker ist die Verkalkung von Haushaltsgeräten, der Verbrauch von Spül- und Waschmitteln und beeinträchtigt u.U. den Geschmack und das Aussehen empfindlicher Speisen und Getränke (z. B. Tee).

     

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