Der Turm wurde 1984 renoviert. Dabei stellte sich heraus, dass die römischen Mauern bis zum Dachansatz original erhalten sind. Damit zählt er zu den wenigen voll erhaltenen antiken Gebäuden nördlich der Alpen und ist eines der ältesten Gebäude Österreichs. Außerdem gibt er einen authentischen Einblick in die antike Stadtanlage von Comagenis.

Geschichte & Bedeutung

Der Römerturm, stammt aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. und war Teil des spätantiken Lagersystems entlang des Donaulimes. Die massive hufeisenförmige Konstruktion diente zur Sicherung des östlichen Haupttores – der Porta principalis dextra – des römischen Reiterlagers "Comagenis".
Im Mittelalter erhielt der Turm den Namen „Salzturm“ – benannt nach dem hier gelagerten Salz. Heute ist er eines der ältesten Gebäude Österreichs nördlich der Alpen.

Architektur

Bauzeit: ca. 370 n. Chr.
Form: Hufeisenturm mit 2,60 m dicken Mauern
Material: Bruchsteinmauerwerk mit Ziegelbändern
Besonderheit: römischer Originalbestand ist bis zum Dachansatz erhalten
Rekonstruktion: Teilweise ergänzt und gesichert in den 1950er- und 1960er-Jahren

Besuch & Lage

Standort:An der Donaulände
Besichtigung: Nur Außenansicht möglich
Zugang: Rund um die Uhr zugänglich, barrierefrei
 

Antike Spuren mitten in Tulln

Die antiken Sehenswürdigkeiten in Tulln wie der Römerturm und das römische Doppeltor (Porta principalis dextra) machen die Stadt zu einem besonderen Ort entlang des UNESCO-Weltkulturerbe "Donaulimes".
Besucher:innen erleben hier archäologische Stätten, die frei zugänglich und einzigartig in Österreich sind.

Porta Principalis Dextra

Reist man 2.000 Jahre in die Vergangenenheit, betritt man hier das Reiterlager Comagenis: Durch die Porta Prinzipalis Dextra. Die Überreste des östlichen Lager-Doppeltores sind stumme, täglich zu besichtigende Zeugen des römischen Reiches in Tulln. Die Anlage wurde von zwei Toren und zwei Türmen geschützt. Erhalten sind neben dem Fundament auch ein Keilstein des Bogens und der mittlere Auflagestein für beide Bögen. 

Die porta principalis dextra ist durch einen Schutzbau hinter dem Stadtmuseum Tulln überdacht und kann rund um die Uhr von Außen besichtigt werden.