Umgestaltung des Nibelungenplatzes


Nibelungenplatz Tulln: Das Siegerprojekt steht fest!

Es ist soweit: Der Wettbewerb zur Neugestaltung des Nibelungenplatzes ist abgeschlossen, das Siegerprojekt steht fest und wurde am 1. September beim „Stadtforum #3“ im Rathaus Tulln erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Nun folgen in einer intensiven Detailplanungsphase die weiteren Vorbereitungen für die Umsetzung. Zum derzeitigen Stand ist geplant, dass die Bauarbeiten nächstes Jahr starten, sodass die Eröffnung des umgestalteten Nibelungenplatzes im Frühsommer 2024 erfolgen kann.

Nach der Volksbefragung stand das Ziel fest: Mit einem österreichweiten Vorzeigeprojekt soll die bisher als Parkplatz genutzte Asphaltfläche großflächig entsiegelt, klimafit und zu einem flexibel nutzbaren, grünen Freiraum entwickelt werden. „Die Liste der positiven Effekte der Umgestaltung ist lang: Städtebaulich stellt der Platz eine Verbindung zwischen Hauptplatz und Donau dar. Touristisch schaffen wir ein einladendes Entrée für die jährlich rund 100.000 FahrradtouristInnen von denen noch immer zu viele einfach an Tulln vorbeifahren. Für unsere BürgerInnen und Gäste entsteht ein großzügiger Ort des Miteinanders und wir stärken die Attraktivität und Aufenthaltsqualität der Stadt in ihrer Gesamtheit sowie der Positionierung als DIE Gartenstadt des Landes. Und nicht zuletzt schaffen wir ein Vorzeigebeispiel, um Städte klimafitter zu machen“, so Bürgermeister Mag. Peter Eisenschenk.

Visualisierungen des Siegerentwurfes:

21 interessierte Landschaftsarchitekturbüros
Nicht weniger als 21 Landschaftsarchitekturbüros haben sich um die Teilnahme an dem Wettbewerb beworben – ein eindeutiges Zeichen dafür, wie groß das Interesse der Fachwelt an dem Projekt ist. Fünf renommierte österreichische Landschaftsarchitekturbüros wurden daraufhin von einer Jury für die Teilnahme am Wettbewerb ausgewählt und entwickelten vielversprechende Gestaltungsentwürfe für den neuen grünen Platz. Das Büro DnD Landschaftsarchitektur aus Wien konnte den Wettbewerb für sich entscheiden.

Nächster Schritt: Aus Entwürfen entstehen die Detailpläne
Der Sieger des Wettbewerbs wurde anhand von verschiedenen Entwurfs-Ansichten in Kombination mit den dazugehörigen fachlichen Erläuterungen der LandschaftsplanerInnen gekürt. Der Wettbewerbssieger sowie alle anderen Wettbewerbseinreichungen wurden am 1. September im Rathaus erstmals gezeigt. In den nächsten Monaten werden die Sieger-Entwürfe gemeinsam mit der Stadtgemeinde Tulln aufgearbeitet und die Umsetzung ins Detail – bis hin zu genauen Bepflanzungskonzepten – geplant.

DnD Landschaftsarchitektur überzeugte die Jury
Der Entwurf überzeugte die Jury mit einer hohen Aufenthaltsqualität und einem vielfältigen Nutzungsangebot bei einem gleichzeitig hohen Anspruch an eine klimafreundliche und nachhaltige Weiterentwicklung des Platzes. Außerdem wurden die vielfältigen Erwartungen aus dem vorhergegangenen Bürgerdialog bestmöglich aufgegriffen und in ein zukunftsweisendes und qualitätsvolles Konzept verwandelt. Der Siegerentwurf ist im Westen durch die Formen des hereinreichenden Auwaldes inspiriert. Den zentralen repräsentativen und verbindenden Bereich bildet der Klostergarten mit einer üppigen Bepflanzung und der passenden Kulisse für dort stattfindende Hochzeiten und Feiern. Vielseitig bespielbare Flächen ermöglichen den Erhalt notwendiger Parkmöglichkeiten und zugleich die Schaffung attraktiver Aufenthalts- und Verweilzonen. Natürliche Beschattung und bodenebene Wasserelemente sorgen für Abkühlung im Sommer.

Aus der Jury-Bewertung: „Mit feinen Maßnahmen wird eine hohe Aufenthaltsqualität und Raumidentität erzeugt. Besonders positiv gewertet wird hier das vielfältige und differenzierte Angebot an kommunikativen Nischen, Verweil- und Sitzbereichen zwischen Stauden, die eine Nutzung von unterschiedliche NutzerInnengruppen zulässt.“


Innovative, klimaaktive Gestaltungselemente

Die Transformation des Nibelungenplatzes ist ein Vorzeigeprojekt für eine klimafreundliche und nachhaltige Weiterentwicklung öffentlicher Räume. Das bedeutet, dass der Platz durch seine Gestaltung eine maßgebliche Verbesserung des lokalen Mikroklimas herbeiführen und so auch bei heißen Temperaturen zum Wohlfühlort werden soll. Der Siegerentwurf sieht eine ganze Reihe an klimaaktiven Maßnahmen vor:

  • Für Abkühlung sorgen neben dem bereits bestehendem Nibelungenbrunnen auch bodengleiche, überfahrbare Wasserelemente.
  • Bäume und ein Blätterbaldachin schaffen natürlichen Schatten.
  • Helle Bodenbeläge aus nachhaltigem Naturstein erzielen eine maximale Reflektion der Sonneneinstrahlung.
  • Eine standortangepasste Baumauswahl sowie die Beachtung des vorhandenen Baumbestandes sind außerdem wichtige Bestandteile des Konzepts.

Verweilzone für Feste, Familien und Freunde
Der Entwurf zeichnet sich zudem durch sein vielfältiges Angebot an kommunikativen Nischen, Verweil- und Sitzbereichen aus. Der Klostergarten lädt mit Holzdecks und anderen Sitzgelegenheiten, welche zum Teil mit USB- und Wifi-Hotspots ausgestattet sind, zum Verweilen ein. Vielfältig nutzbare Flächen, die über den Platz verteilten Wasserspiele und ausreichend beschattete Räume machen eine ganzjährige und -tägige Nutzung des Platzes für die BesucherInnen möglich. Gleichzeitig erfüllt der Entwurf durch sein klares unaufdringliches Design hohe optische Ansprüche und betont die repräsentative Funktion des Nibelungenplatzes.

So geht es weiter
Mit dem Wettbewerbsergebnis steht fest, wie der Nibelungenplatz im Grundsatz zukünftig aussehen wird. Viele Details sind aber noch zu klären. Auf Basis des Wettbewerbskonzepts folgen nun die konkretisierenden Planungen: eine intensive Arbeitsphase, die einige Monate in Anspruch nehmen wird. Die Stadt Tulln und das beauftragte Landschaftsplanungsbüro werden sich intensiv abstimmen, um das Projekt gemeinsam weiterzuentwickeln. Zum derzeitigen Stand ist geplant, dass die Bauarbeiten nächstes Jahr starten sollen, sodass die Eröffnung im Frühsommer 2024 erfolgen kann.

 

Was bisher geschah:

Das war der Planungs- und Beteiligungsprozess für den Nibelungenplatz

Der Prozess zur Neugestaltung des Nibelungenplatzes mit dem Motto „Gemeinsam Platz machen“ lief von April bis Dezember 2021. Zahlreiche BürgerInnen nutzten die verschiedenen Möglichkeiten sich zu informieren und mitzumachen.

Tulln kann sich über eine Besonderheit freuen: Über einen Platz mitten in der Innenstadt und direkt an der Donau. Ob auf dem Weg mit dem Fahrrad von Passau nach Wien oder zu Fuß vom Hauptplatz zur Donau, man kommt am Nibelungenplatz vorbei. So übernimmt der Platz eine wichtige Verbindungs- und Verteilfunktion, sowohl auf lokaler als auch auf überregionaler Ebene. Mit rund 7.500 m² Fläche ist er auch nicht viel kleiner als der Hauptplatz (rund 9.200 m²), schöpft aber sein Potenzial als öffentlicher Raum mit entsprechender Aufenthaltsqualität nicht aus.

Gemeinsam Platz machen!

Davon ausgehend waren die BürgerInnen herzlich eingeladen, sich aktiv in den Prozess einzubringen. Denn nur im gemeinsamen Dialog findet man die besten Lösungen. Um die Zukunft des Nibelungenplatzes miteinander zu entwickeln, gab es unterschiedliche Formate und Möglichkeiten, sich in den Prozess einzubringen.

 

Schritte des Planungs- und Beteiligungsprozesses:

  • Ende April 2021: Projektzeitung #1: Die erste Projektzeitung wurde Ende April an jeden Haushalt der Stadtgemeinde Tulln verschickt. Eine digitale Version können Sie sich auch hier als PDF herunterladen. Die Zeitung informiert umfassend über den Planungs- und Beteiligungsprozesses in seiner Gesamtheit.
     
  • Mitte April bis Mitte Juni 2021: Phase der „1000 Ideen“: In dieser Phase des Beteiligungsprozesses konnten mittels Online-Umfrage, analoger Dialog-Karte und im Rahmen einer „Dialograd-Tour“ an verschiedenen Standorten Ideen und Anregungen abgegeben werden. Diese fließen in den weiteren Prozess mit ein. Die wichtigsten Ergebnisse können Sie in der Dokumentationsbroschüre (Download 13 MB) nachlesen.
  • Ende Juli bis Ende August 2021: Freiluft-Ausstellung: Die Ergebnisse der Phase der „1.000 Ideen“ wurden in einer Freiluftausstellung am Hauptplatz gezeigt. Nachvollziehbarkeit steht in diesem Prozess an oberster Stelle. Alle BürgerInnen sollen darüber informiert werden, was zum Projekt eingebracht wurde.
     
  • Ende August 2021: Perspektivenwerkstatt und Stadtforum #1: Im Rahmen der dreitägigen Werkstatt trafen drei qualifizierte Planungsbüros zunächst auf VertreterInnen aus Politik, Verwaltung, auf AnrainerInnen und Interessengruppen aus den Bereichen Tourismus, Kultur und Wirtschaft und es wurde erneut über Gestaltungs- und Nutzungsmöglichkeiten diskutiert. Auf dieser Basis erstellten die Landschaftsarchitekturbüros verschiedene Ideenskizzen, die beim „Stadtforum #1“ der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Die über 100 BesucherInnen hatten dort die Möglichkeit, mit den PlanerInnen  in persönlichen Austausch zu treten und Inputs zu geben. Am letzten Tag der Werkstatt wurden die Ansätze noch einmal mit den VertreterInnen aus Politik, Verwaltung, AnrainerInnen und Interessengruppen diskutiert und erste grobe Überlegungen zu einer möglichen Umgestaltung in Etappen und in unterschiedlichen gestalterischen und finanziellen Größenordnungen angestellt.
     
  • Herbst 2021: Professionelle Aufbereitung in drei Varianten: Auf der Grundlage der breit angelegten Bürgerbeteiligung wurden von dem Planungsbüro „Raumposition“, das den Prozess gesamtheitlich begleitet, in Zusammenarbeit mit den Planungsbüros der Perspektivenwerkstatt drei Vorschläge unterschiedlichen Umfangs ausgearbeitet. Diese Vorschläge werden von allen politischen Parteien in gemeinsamen Arbeitsgesprächen diskutiert.
     
  • 17. November 2021: Stadtforum #2: Die ausgearbeiteten Varianten wurden im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung und via Live-Stream über das Internet präsentiert und persönlicher Austausch ermöglicht.
     
  • November 2021: Projektzeitung #2: In der Projektzeitung werden die drei später zur Volksbefragung stehenden Varianten sowie viele weitere Informationen anschaulich aufbereitet. Die Projektzeitung wird an jeden Haushalt in der Stadtgemeinde Tulln verschickt, ist zudem im Bürgerservice erhältlich und kann hier als PDF heruntergeladen werden.
  • 5. Dezember 2021: Volksbefragung zum Umfang der Umgestaltung des Nibelungenplatzes: Die BürgerInnen der Stadtgemeinde Tulln haben sich in der Volksbefragung über die Größenordnung der Umgestaltung des Nibelungenplatzes für die größte zur Wahl stehende Variante entschieden. Das Ergebnis: Die kleine Variante erzielte 20,33%, die mittlere Variante 20,22% und die große Variante 59,44%.
     
  • Frühling / Sommer 2022: Landschaftsarchitekturwettbewerb: Die im Rahmen des Beteiligungsprozess gesammelten Erwartungen an den neuen grünen Platz bildeten die Basis für die Zielvorgaben für den  Gestaltungswettbewerb, der im ersten Halbjahr 2022 durchgeführt wurde. Fünf renommierte Landschaftsarchitekturbüros nahmen daran teil und entwickelten Gestaltungsentwürfe für den neuen grünen Nibelungenplatz. Eine Sach- und Fachjury kürte daraus den Gewinner-Entwurf.
     
  • 1. September 2022: Stadtforum #3: Die Ergebnisse des Landschaftsarchitekturwettbewerbs und der Siegerentwurf wurden im Rahmen des Stadtforums #3 am 1. September um 18 Uhr im Rathaus der Öffentlichkeit präsentiert.

 


VIDEO: ERKLÄRUNG DER DREI VARIANTEN


LEADER-Förderung
Die LEADER-Region Donau-NÖ Mitte setzt dank ihren Förderungen wesentliche Impulse in der Regionalentwicklung. Die Stadtgemeinde Tulln konnte bereits mehrere Förderprojekte erfolgreich abwickeln – zuletzt u.a. den Bürgerbeteiligungsprozess für die „Tulln Strategie 2030“ im Rahmen des Projektes „Tulln – Miteinander in der Zukunftsplanung“. Das Förderprogramm dient insbesondere der Unterstützung besonders innovativer Projekte, die einen Beitrag zu den Entwicklungszielen der Region liefern. Eingereichte Projektkosten können mit bis zu 70 Prozent gefördert werden. Die Stadtgemeinde Tulln hat für die Planungsphase zur Umgestaltung des Nibelungenplatzes eine LEADER- Förderung eingereicht und im Juli 2021 die offizielle Bestätigung der Förderzusage in der Höhe von rd. € 148.000,- erhalten.

 

Kontakt
Infobox Kontakt Infobox Kontakt
TELEFON

Bürgerservice: +43 (0) 2272 690-0

Mo-Mi 07:00 - 15:30 Uhr
Do 08:00 - 19:00 Uhr
Fr 07:00 - 12:00 Uhr
Infobox Kontakt Infobox Kontakt
SIE MÖCHTEN EINEN SCHADEN MELDEN?

Zum Formular "Schaden melden"

Infobox Kontakt Infobox Kontakt
SIE HABEN EINE FRAGE?

Zu "Häufige Fragen & Antworten"

Infobox Kontakt Infobox Kontakt
SIE WOLLEN IMMER INFORMIERT SEIN?

Newsletter abonnieren

Infobox Kontakt
CITIES-APP FÜR TULLN
JETZT DOWNLOADEN

Jetzt bei Google Play Download on the App Store

FOLLOW US ON

Instagram Youtube

Infobox Kontakt