Die Stadtgemeinde Tulln gibt dem Klima- und Umweltschutz höchste Priorität in ihrer Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger und ist sich als Gartenstadt ihrer ökologischen Verantwortung bewusst. Zwei wesentliche Meilensteine für das bewusste Bekenntnis zu aktivem Klimaschutz sind das Klima-Manifest und die Klima-Strategie der Stadtgemeinde Tulln.
Tulln setzt im Klimaschutz höchste Maßstäbe
Das Klima-Manifest
Ein im Sommer 2019 auf Dringlichkeitsantrag der TVP, SPÖ und der Grünen eingebrachtes Klima-Manifest mit klaren umweltpolitischen Zielen für die nächsten 5 bzw. 20 Jahre wurde am 2. Juli 2019 einstimmig vom Gemeinderat beschlossen. Das Ziel des Manifestes ist es, den Bürgermeister bzw. die Stadtverwaltung in ihren Bemühungen mittels Gemeinderatsbeschluss zu bekräftigen, diesen eingeschlagenen Weg fortzusetzen und die Maßnahmen Tullns für Klima- und Umweltschutz weiter voranzutreiben.
Folgende Zielsetzungen wurden in dem Klima-Manifest festgehalten:
(Dringlichkeitsantrag von TVP, SPÖ und Grüne; Beschluss einstimmig im Gemeinderat)
Kein Gebäude und keine Maschine im Besitz der Stadtgemeinde wird mehr CO2 emittieren, als im Stadtgebiet kompensiert werden kann bzw. mittels Zertifikaten gedeckt ist.
Die Stadtgemeinde wird mit zukunftsweisenden Vorgaben zur nachhaltigen Stadtentwicklung und Vorgaben zur Ressourcenschonung (Boden, Mobilität, Energie, Abfall) den Weg bereiten, Bewusstseinsbildung betreiben und eine Vorbildrolle für Unternehmen und Privathaushalte einnehmen.
Die Klima-Strategie
Das ambitionierte Ziel der Klimaneutralität bis 2040 erfordert einen umfassenden Transformationsprozess in Wirtschaft und Gesellschaft. Städte spielen dabei grundsätzlich eine zentrale Rolle, zu ihren Herausforderungen zählen z.B. die Etablierung eines neuen Mobilitätsverständnisses, Bewusstseinsbildung zu erneuerbaren Energien, Bürger:innenbeteiligung und Partizipation.
Um dies im eigenen Wirkungsbereich aktiv voranzutreiben, war Tulln unter den 13 ersten Pionier-Kleinstädten der Mission „Klimaneutrale Stadt“. Diese Initiative unterstützt österreichische Städte und Kommunen dabei, durch Forschung und Entwicklung schneller klimaneutral zu werden. Die Stadtgemeinde Tulln hat in diesem Rahmen einen Umsetzungsleitfaden zur Klimaneutralität mit maßgeschneiderten Lösungen und Handlungsempfehlungen erarbeitet. Als Anerkennung dafür erklärte Bundesministerin Leonore Gewessler Tulln im Jahr 2024 zur „Klimapionierstadt“.
In einem eineinhalbjährigen intensiven Prozess wurden die vier großen Handlungsfelder Energie, Raumentwicklung, Verkehr und Mobilität sowie Kommunikation behandelt. Dazu wurden Schlüsselprojekte definiert, Tulln dockte bei Förderprogrammen und in Netzwerken an und vieles mehr. Tullns Klimafahrplan sieht unter anderem das Forcieren klimaschonender Energie- und Heizsysteme, die Sanierung stadteigener Gebäude oder den Ausbau klimafitter Mobilität (z.B.: LISA.Tulln) vor.
Download Klimafahrplan der Stadtgemeinde Tulln
Das Projekt „Tulln – Klimaneutrale Stadt 2040“ wurde aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programms „Leuchttürme für resiliente Städte 2040 – Ausschreibung 2022“ durchgeführt.
Beispielhafte Maßnahmen der Gartenstadt
Luftqualität und Ozonwerte in Tulln
Eine gute Luftqualität trägt zur Gesundheit und dem persönlichen Wohlbefinden bei und wird aus diesem Grund laufend kontrolliert. Das Land Niederösterreich stellt auf seiner Homepage zahlreiche Messdaten bezüglich der Luftbelastung in Niederösterreich zur Verfügung.
Die Ozonschicht bildet in einer Höhe von 15 - 30 km über der Erdoberfläche einen lebensnotwendigen Schutzfilter, der alle Lebewesen unseres Planeten gegen die ultraviolette Strahlung der Sonne schützt. Ozon in Bodennähe ist jedoch ein schädliches Gas.Darüber hinaus können auch die aktuellen Ozonwerte eingesehen werden.
Die aktuellen Ozonwerte und Berichte zur Luftqualität der Messstation in Tulln und von den weiteren Stationen in Niederösterreich können hier abgerufen werden: Luftgütebericht und Ozonbericht der Numbis
Weitere Informationen des Landes NÖ
Zur Luftgüte und vor allem der Feinstaub-Bekämpfung kann jeder beitragen – mit der lebensnotwendigen Ressource Luft sollte man umsichtig umgehen. Dazu zählen z.B. kurze Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen und, wenn das Auto notwendig ist, spritsparend zu fahren. In der Heizperiode dürfen außerdem keine Abfälle und nasses oder imprägniertes Holz verheizt werden.
